Kurz nach seiner Ernennung zum Bischof, führte Jochen Hübner am Sonntag, den 16. November 2025 in der Gemeinde Offenburg einen Gottesdienst durch. Dazu waren auch die weiteren vier Nordgemeinden des Kirchenbezirkes eingeladen.
Als Bibelvers lag diesem Gottesdienst aus dem Markus-Evangelium der 22. Vers aus dem 2. Kapitel zugrunde: „Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche“
Bischof Hübner nahm zu Beginn des Gottesdienstes den Impuls der Sänger/innen aus dem Chorlied (Herr, mach meine Seele wahrhaftig und treu! ) auf: … „mehr heißes Verlangen dich Jesum zu schauen“. Er führte aus, dass wir mit dieser Erwartung in jeden Gottesdienst kommen sollten. Ihn, den Herrn groß werden zu lassen, Jesus mehr, intensiver und stärker in seiner Nähe und seinem Wirken zu erleben – ihn mehr zu schauen.
Im Zusammenhang mit dem Bibelwort führte Bischof Hübner unter anderem aus: „Das Neue passt nicht in das Alte. Der alte Schlauch ist nicht schlecht, nur der neue Wein ist in den alten Schläuchen nicht gut aufgehoben.“ Jesus brachte eine neue Lehre. In seiner neuen Botschaft liegt der Gedanke – du bist so willkommen, so wie du bist – ohne Leistungserwartung. Dies ist der neue Wein. Nicht unsere Leistung ist entscheidend, sondern mit welcher Liebe wir zu ihm kommen und mit welchem Wunsch, Jesus nahe zu sein. Im Angesicht der vielfältigen Möglichkeiten unserer Zeit, besteht die Gefahr, dass wir orientierungslos werden. Jesus sagt uns heute ganz aktuell – orientiere dich an der Zukunft, orientiere dich an mir, ich werde ein neues Reich aufbauen.
Zum Höhepunkt des Gottesdienstes leitete Bischof Hübner die Feier des Heiligen Abendmahles mit dem Gedanken ein: „Leib und Blut Christi wird nicht das Alte nähren!“
Der Predigt-Teil des Gottesdienstes wurde durch die Wortbeiträge unseres Bezirksvorstehers Florian Kopp und seines Stellvertreters Andreas Scherwath ergänzt.