Am Donnerstag, den 31. Oktober 2024 veranstalteten die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Pfarrgemeinde Denzlingen die „ökumenische Nacht der offenen Kirchen“, bei der sich auch die neuapostolische Gemeinde beteiligte.
Zum Auftakt läuteten kurz vor 19:00 Uhr alle Kirchenglocken des Ortes. Von diesem Augenblick an konnten alle Interessierten in den folgenden drei Stunden insgesamt 15 Veranstaltungen besuchen – unter anderem in der katholischen, evangelischen und der neuapostolischen Kirche.
Unter dem Titel „Fantasien zu Bildern von Marc Chagall“ setzte beispielsweise die evangelische Kirchengemeinde St. Georg in beeindruckender Weise musikalisch Gemälde von Marc Chagall in Szene. Hierzu trug der Posaunenchor, welcher an diesem Tag seinen 83. Geburtstag feierte, Kompositionen die unter den Eindrücken von Gemälden wie „Arche Noah“ und „Die Opferung Isaaks“ entstanden, vor.
In der katholischen Kirche St. Jakobus entführte Pfarrer Nelson Ribeiro die Anwesenden in die Welt des „Fado“. Der Fado ist, wie Pfarrer Ribeiro erklärte, ein „gesungenes Gedicht“, das in den Armenvierteln Lissabons entstanden ist. Es ist oft sehr melancholisch und spiegelt damit die Lebenswirklichkeit der armen und unter Mangel leidenden Bevölkerung wieder. Der Fado handelt oft von einer tiefen Sehnsucht nach Geborgenheit und Glück - letztendlich auch vom Heimweh nach Gottes ewiger Geborgenheit und Glück.
Mit „Dem Himmel so nah“ setzte sich die neuapostolische Gemeinde mit den Fragen auseinander: Was ist Himmel? Wo ist Himmel? Im blau illuminierten Kirchengebäude wurden die Besucher durch Chorgesänge und Lesevorträge mit auf die Suche nach einer Antwort genommen.
Zum Abschluss dieser außergewöhnlichen Nacht waren alle Teilnehmenden zu gemeinschaftlichen Gesängen aus Taizé, Gebet und Fürbitten in die katholische Kirche St. Jakobus eingeladen. Bewegender Höhepunkt des dortigen Zusammenseins war das allen Christen bekannte und verbindende, gemeinschaftlich gesprochene „Vater Unser“.