Am Sonntag, den 12. Juli 2026, erlebten rund 500 Jugendliche und ihre Seelsorger aus dem Apostelbereich Freiburg/Tübingen den diesjährigen Jugendtag im Kurhaus Freiamt. Höhepunkt des Jugendtags war der Gottesdienst, den Apostel Martin Schnaufer durchführte. Begleitet wurde er von Bischof Jochen Hübner und den Bezirksämtern des Apostelbereichs. Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Jesaja 60,1: „Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“
Für einige Jugendliche begann das Wochenende bereits am Freitag mit einem gemeinsamen
Zeltlager in der Nähe des Kurhauses. Der offizielle Beginn des Jugendtags folgte am
Sonntagvormittag mit einer Andacht, Workshops zur Gottesdienstvorbereitung und letzten
Proben des Jugendchors und -orchesters für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.
Die Ergebnisse des Workshops zum Motto des Jugendtags „Sei mutig – vertraue Gott!“
wurden anschließend als emotionaler Einstieg für den Gottesdienst mit der Gemeinde
geteilt.
Zu Beginn seiner Predigt griff Apostel Schnaufer ebenfalls das Motto des Jugendtags auf:
„Unsere Beziehung zu Jesus Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist, ist die Grundlage
für unseren Mut, unsere Sicherheit und unser Vertrauen in Gott.“ Daraufhin folgte eine
Bibellesung aus Markus 4, den Versen 35-41, in denen die Stillung des Sturmes durch Jesu
Worte beschrieben ist. Genauso wie die Jünger auf dem See in einen Sturm geraten sind und
sich fürchteten, erlebten sicherlich auch die anwesenden Jugendlichen manchmal Stürme
und Unruhe in ihrem Leben, führte der Apostel aus. Doch auch heute gelte noch die
Gewissheit, dass Jesus hilft, die Stürme zu beruhigen, sowie sein Versprechen: „Ich bin bei
euch alle Tage!“
Anschließend ging der Apostel näher auf das Textwort des Gottesdienstes ein und erklärte,
dass der erste Teilsatz auch als „Stehe auf und leuchte!“ übersetzt werden könne. Während
seines Wirkens auf dieser Erde habe Jesus Kranke geheilt und oftmals die Aufforderung
„Stehe auf!“ an sie gerichtet, obwohl sie augenscheinlich dazu nicht in der Lage schienen.
Diese Aufforderung gelte ebenso heute: In schwierigen Situationen sollten Christen nicht
hoffnungslos liegen bleiben und verzweifeln, sondern aufstehen und Jesus entgegengehen.
„Jesus reicht dir die Hand dazu und hilft dir“, betonte der Apostel. Mit dieser Hilfe sei aber
auch eine weitere Aufforderung verbunden: Wer Gottes Liebe erleben darf, solle diese in
seinem Leben leuchten lassen und sie an den Nächsten weitergeben. Dazu gehörten
Wesensmerkmale von Jesus wie Vergebungsbereitschaft, Freude am Glauben und die
Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit Gott.
Anschließend wurde Bischof Hübner um einen Predigtbeitrag gebeten, in dem er dazu
aufrief, den Mut nicht sinken zu lassen, wenn das „Aufstehen“ in einer schwierigen Situation
nicht sofort gelinge. Stattdessen sollten wir es jeden Tag aufs Neue versuchen, diese
Situation mit Gottes Hilfe zu bewältigen.
Am Nachmittag folgten ein gemeinsames Mittagessen und ein vielfältiges Programm. Neben
einer Nachbereitung des Gottesdienstes konnten die Jugendlichen kreativ werden, sich bei
sommerlichen Temperaturen im Schwimmbad abkühlen oder Minigolf spielen. Nach einem
gemeinsamen Abschluss machten sich die Teilnehmenden schließlich wieder auf den
Heimweg in ihre Bezirke.