Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Markus 11, Vers 17a: „Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker?“
Apostel Martin Schnaufer erläuterte zunächst den Hintergrund dieses Bibelwortes: Es seien
damals grundsätzlich viele Pilger nach Jerusalem gekommen. Um die Tempelsteuer zu entrichten
und ein Opfer darbringen zu können, hätten sie im Tempel Geld wechseln und Opfergaben kaufen
können. Die Geldwechsler und Verkäufer hätten jedoch Wucherpreise verlangt. Der Apostel
erläuterte dazu: „Sie machten aus dem Tempel ein Geschäft. Jesus war das ein Gräuel.“ Er
verwies damit auf die Fortsetzung des Bibelwortes, Vers 17b: „Ihr aber habt eine Räuberhöhle
daraus gemacht.“
Apostel Schnaufer bezog sich dann auf ein Petruswort: „Wisst Ihr nicht, dass Ihr der Tempel
Gottes seid?“ (1. Korinther 3, 16). Daraus stelle sich uns die Frage, wie wir diesen Tempel heute
leben und ihn gestalten. „Räuberhöhlen“ seien Ausschlussthemen in uns, die wir verbergen
wollten. Sie sollten gar nicht erst entstehen. Wir dürften mit offenem Herzen vor den Herrn treten.
Wir alle würden das Bethaus mitgestalten. Dort seien alle willkommen, in allen Verhältnissen und
Lebenslagen. Alle hätten Zugang zur Gnade Gottes und könnten seine Nähe erleben. Der Apostel
nannte als Sinnbild für die Vielfalt in der Gemeinde eine Blumenwiese mit verschiedensten großen
und kleinen Pflanzen. Er erinnerte an den Bund Gottes mit uns als seinen Kindern, der uns
Frieden bringt und uns auf das Wiederkommen Jesu vorbereitet.
Der stellvertretende Gemeindeleiter der Gemeinde Freiburg wurde um einen ergänzenden
Predigtbeitrag gebeten.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes empfing ein Kind das Sakrament der Heiligen
Versiegelung.
Der stellvertretende Gemeindeleiter der Gemeinde Freiburg wurde in den Ruhestand versetzt und
ebenfalls für die Gemeinde Freiburg wurde eine Priesterin ordiniert.