Zum Wochengottesdienst am 29.05.2024 hat Bezirksapostel Michael Ehrich die Gemeinde Lahr besucht. Begleitet wurde er von unserem Apostel Schnaufer, unserem Bischof Heiniger, unserem Bezirksältesten Kopp, allen Vorstehern aktiv und in Ruhe und deren Frauen. Zu diesem Gottesdienst war auch die Gemeinde Herbolzheim geladen. Gepredigt hat unser Bezirksapostel mit dem Bibelwort aus Johannes 6, Verse 27-29: „Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“
Inspiriert durch das Chorlied: „Kommet her, o kommet her, … ich liebe euch so sehr“ ging
der Bezirksapostel zu Beginn seines Dienens nochmal auf das Erleben in der
Gemeinschaft anlässlich des Kirchentages in Karlsruhe drei Wochen zuvor ein und hat
seinen Dank für die Mitarbeit erneut zum Ausdruck gebracht.
In seiner Predigt hat Bezirksapostel Ehrich herausgestellt, dass die Taten, die wir über
Jesus in der Heiligen Schrift lesen, keine Geschichtchen seien, nichts Symbolisches sei,
sondern reale Fakten seien. Jesus sei sowohl wahrer Mensch als auch wahrer Gott
gewesen und verfügte über göttliche Macht, aus welcher er manche Zeichen gewirkt habe.
Bezugnehmend auf das Bibelwort führte der Bezirksapostel aus, dass Jesus Christus
gepredigt und damit das Wort Gottes in die Zuhörer gelegt habe, was wohl einige Zeit in
Anspruch nahm. Die Zuhörer wurden dabei hungrig und Jesus habe gefragt, was sie denn
zum Essen dahätten. Die Heilige Schrift berichtet von fünf Gerstenbroten und zwei
Fischen. Jesus habe dafür gedankt und dann das bekannte Speisungswunder getan, bei
dem alle 5000 Anwesenden satt geworden seien, und obendrein noch Körbe übrig waren.
Das Erleben muss beeindruckend gewesen sein und es muss sich herumgesprochen
haben, wenn man austeilt und austeilt und doch wird es nicht weniger.
Um dieses Wunder anschaulich zu machen, lenkte der Bezirksapostel die Aufmerksamkeit
nochmal auf den zurückliegenden Kirchentag, an dem ähnlich viele Menschen zum
Abschlussgottesdienst anwesend waren.
Die Leute damals dachten schon, dass solch ein mächtiger Prophet auch deren irdischen
Belange regeln könne und sie hatten da schon ihre eigenen Vorstellungen, was Jesus tun
könnte und sollte. Dabei ging es nicht unbedingt um Bequemlichkeit, aber um irdische
Hilfe von diesem mächtigen Propheten. Jesus sagte, dass sie ihn nicht ob des Zeichens,
das sie gesehen hätten, gesucht hätten, sondern weil sie von dem Brot aßen und satt
wurden. Weiter habe er seinen Zuhörern gesagt, dass sie sich nicht um das irdische,
vergängliche Brot mühen sollten, sondern um die Speise, die zum ewigen Leben führe. In
der Begebenheit des vorgelesenen Bibelwortes haben die Juden Jesus gefragt, welches
Zeichen er denn tun würde. Dabei nahmen sie Bezug auf das Manna, das Gott ihren
Vätern beim Auszug aus Ägypten gegeben habe. Das damalige Geschehen sei ein
Zeichen für das, was heute auf geistlicher Ebene geschehen solle. Jesus erläuterte ihnen,
dass ihre Väter das Manna erhalten hätten und trotzdem gestorben seien. Er, Jesus, aber
sei das Brot, welches vom Himmel komme, derjenige, der von diesem Brot esse, würde
nicht sterben. Obwohl er wahrer Mensch sei, machte er ihnen klar, dass er auch das
lebendige Brot sei, das sie annehmen sollten. Nur durch ihn sei Gemeinschaft mit Gott
möglich und nur durch den Genuss des Heiligen Abendmahls könne die ewige
Gemeinschaft mit Gott verwirklicht werden. Damit habe Jesus unseren allerheiligsten
Glauben beschrieben, stellte der Bezirksapostel heraus.
Die Antwort auf die Frage der Juden: ‚Was sollen wir tun?‘ war, dass sie Gottes Werke
wirken und an den glauben sollten, den Gott gesandt habe.
Durch die Predigt erhielten die Gottesdienstteilnehmer in Lahr den Rat, dass wir Christen
heute einen nüchternen Blick auf unseren Glauben haben sollten. Es gehe hier um
unseren allerheiligsten Glauben. Wir sollten Jesus nicht ob der schönen Gemeinschaft, ob
der netten sozialen Kontakte oder als in die Gemeinschaft hineingeborenes Mitglied der
neuapostolischen Kirche nachfolgen. Es gehe um nicht weniger als um den allerheiligsten
Glauben jedes einzelnen. Manchmal könne es sein, dass wir uns der Bedeutung unseres
Glaubens nicht immer in der Tiefe bewusst seien. Jesus, der Herr, machte aber deutlich,
dass er das Brot des Lebens sei. Brot sei das Sinnbild des Lebens. Ohne ihn wirklich
anzunehmen, gebe es kein ewiges Leben. Dazu gehöre auch, die von ihm gesandten
Apostel anzunehmen. Es sei das heilige Amt, das Christus gegeben habe und habe nichts
mit der Person zu tun, die das Amt trage. Dieses Amt hat die Aufgabe, die Gemeinde auf
die Wiederkunft des Herrn vorzubereiten.
Wenn dieser Glaube in den Gläubigen stehe und lebendig sei, dann müsse das
Auswirkungen haben. Dann sei man nicht nur Mitglied der Kirche, sondern dann sei ein
tieferes Bewusstsein vorhanden, z. B. des Bewusstseins und Wunsch nach Gottes Wort
zu fragen.
Jesus habe gesagt, dass seine Speise Grundlage zum Leben sei, das bedeute den Willen
dessen zu tun, der ihn gesandt habe. Der Bezirksapostel stellte heraus, dass manche
Situation im Alltag versuche das im Gottesdienst Gehörte wieder zu überdecken. Das Wort
Gottes sollten wir aber ernst nehmen und ins Leben mitnehmen, es solle uns begleiten.
Das bedeute sich zu bemühen die zehn Gebote zu halten. Sie seien nichts anderes als
das Wort Gottes. „Kennen wir sie noch?“ wurden die Zuhörer gefragt und zum eigenen
Überprüfen angeregt und „Beeinflusst uns noch das Doppelgebot der Liebe? Kann man im
Alltag erkennen, dass wir die Gemeinde des Herrn sind?“
Nach dem vorbereitenden Chorlied “Hilf den Glauben zu bewahren“ durfte in diesem
Gottesdienst eine Seele das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen. In seiner
Ansprache merkte unser Bezirksapostel an, dass hinter der Entscheidung die Heilige
Versiegelung an sich erleben zu wollen auch die Erwählung steht, die Gott vor der
Erschaffung der Welt vorgenommen habe. Gott habe zu dem Zweck erwählt, das
Evangelium Jesus Christus zu verkündigen und zum Glauben zu stehen.
Mit der Feier des Heiligen Abendmahls und des Schlusssegens endete der Gottesdienst.