Im Frühherbst wurde ein besonderer Besuch angekündigt: „Der Bezirksapostel kommt im November und feiert Gottesdienst in Kehl!“ – Die Vorfreude auf diesen besonderen Besuch war richtiggehend greifbar. Wann kommt es schon vor, dass der Bezirksapostel sonntags einen Gottesdienst in einer relativ kleinen Gemeinde hält?
Am 10. November war es soweit: Bezirksapostel Michael Ehrich besuchte die Gemeinde Kehl – gemeinsam mit dem Stammapostel, dem Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche!
Auch die Gemeinde Renchen war zugegen. Als der Gottesdienst begann und Stammapostel Jean-Luc Schneider zum Altar ging, konnte man die Freude der überraschten Glaubensgeschwister förmlich spüren.
Der Stammapostel diente mit dem Bibelwort aus Philipper 3, 20.21: „Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.“
„Es ist schon über 25 Jahre her, dass ich das letzte Mal in eurer Kirche in Kehl war“, sagte der Stammapostel zu Beginn des Gottesdienstes und entschuldigte sich augenzwinkernd dafür, dass er unangekündigt gekommen wäre. „Jeder möge die Stimme des himmlischen Vaters hören, der uns sagt: ‚Du bist mein liebes Kind, an dem ich Wohlgefallen habe!‘“, brachte er seinen Wunsch für die Gläubigen zum Ausdruck und erinnerte daran, dass Gott für sein Eigentum sorge. „Weil wir Gottes Kinder sind, sind wir Bürger im Himmel, deswegen haben wir immer Zugang zum lieben Gott.“ Unser Ziel sei, ewige Gemeinschaft mit Gott zu haben. Das mache auch den Sinn unseres Lebens aus: Uns vorzubereiten auf diese Gemeinschaft. Dabei möge unser Bestreben sein, so wie Jesus Christus zu werden. Er sei unser Vorbild. „Ich möchte eine Beziehung zu Gott und zu meinem Nächsten haben wie Jesus Christus“, führte der Stammapostel aus und appellierte an die Gläubigen, Vertrauen zu Gott zu haben, das niemand zerstören könne. Wie könne man als unvollkommener Mensch so wie Christus werden? – Durch Jesus Christus: Er schenkt uns Gnade und errettet uns, um in die vollkommene Gemeinschaft mit Gott zu kommen. Das möge das Ziel sein: Vollkommene Gemeinschaft mit Gott und mit unserem Nächsten zu haben, dann könne man auch vollkommenen Dienst leisten.
„Wie viele Glaubensgeschwister, wie viele tausende Gemeinden würden sich wünschen, was wir heute erleben“, sagte Bezirksapostel Ehrich zu Beginn seiner Co-Predigt. Er erinnerte daran, das Glaubensziel nie aus den Augen zu verlieren und anzunehmen, was man nicht fassen könne. Deswegen lohne es sich, den Glauben zu bewahren, weiterzutragen und das Evangelium zu verkündigen. Bischof Heiniger wurde ebenfalls um einen Predigtbeitrag gebeten und rief den Gläubigen zu, „Jesus Christus ist mitten in der Gemeinde und hat dich lieb!“
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls erwähnte der Stammapostel, dass sich Jesus danach sehnt, Gemeinschaft mit jedem einzelnen zu haben und fragte „Wie reagierst du darauf?“
Nach dem Gottesdienst konnten sich die Gottesdienstteilnehmer persönlich vom Stammapostel und seiner Begleitung verabschieden.
Das war ein ganz besonderer Gottesdienst und ein echtes Highlight für die beiden Gemeinden!